Der Rheingau -
malerische Weinregion
und romantische Städte
Auflage 1/2026
Nördlich des Rheins, zwischen Wiesbaden und Lorch erstreckt sich der Rheingau vom West-Taunus bis hinunter zum Fluss. Berühmt ist der Rheingau vor allem für seine Weine, insbesondere für den Riesling, sowie für seine zahlreichen Gaststätten.

Das Niederwalddenkmal

Niederwalddenkmal
... (erbaut 1871–1883) ist ein 38 Meter hohes Monument, das an die Einigung des Deutschen
Reiches erinnert. Die zentrale, 12,5 Meter hohe Germania-Figur hält die Kaiserkrone und ein
gesenktes Schwert. Es ist ein beliebtes Ausflugsziel mit Panoramablick über das Mittelrheintal, erreichbar via Seilbahn von Rüdesheim oder mit dem Sessellift ab Assmannshausen.

Rüdesheim am Rhein
ist eine charmante Weinstadt im südlichen Mittelrheintal, direkt am Rhein gegenüber von Bingen gelegen. Die Altstadt mit Fachwerkhäusern, engen Gassen und der berühmten Drosselgasse lädt zu einem gemütlichen Bummel ein und bietet zahlreiche Weinstuben, Cafés und kleine Geschäfte.
Die Stadt ist das Tor zum romantischen Rheintal und ideal für Ausflüge mit dem Schiff, Wanderungen im Niederwald oder Besuche der imposanten Sehenswürdigkeiten wie dem Niederwalddenkmal, dem Adlerturm und den historischen Burgen in der Umgebung. Ob Tagestour oder Kurzurlaub – Rüdesheim verbindet Rheinromantik, Weinbaukultur und kulinarische Genüsse zu einem attraktiven Reiseziel im Herzen Deutschlands.

Der Adlerturm in Rüdesheim
Kloster Eberbach
Geisenheim
liegt direkt am Rhein, am südlichen Rand des Rheingau‑Taunus‑Kreises, und gehört mit den Stadtteilen Kernstadt, Johannisberg, Marienthal und Stephanshausen zu den größeren Kommunen des Rheingaus. Die Stadt ist als „Weinstadt, Schulstadt, Domstadt und Lindenstadt“ bekannt und gilt als Hochschulstadt, da sie Sitz der Hochschule Geisenheim University ist.
Die erste Siedlung wurde um 500 von den Franken angelegt, die urkundliche Erstnennung „Gisenheim“ stammt aus dem Jahr 772; 1864 erhielt Geisenheim die Stadtrechte. Die Kernstadt wurde im Laufe der Gebietsreform 1971/1977 mit Johannisberg, Marienthal und Stephanshausen zur heutigen Stadt zusammengefasst.
Wahrzeichen der Stadt sind die etwa 700 Jahre alte Linde auf dem Marktplatz („Lindenstadt“), die katholische Pfarrkirche „Heilig Kreuz“ mit ihren zwei Türmen („Rheingauer Dom“) sowie das historische Stadtbild mit Adelshöfen und Parks. Zu den prominenten Ausflugszielen gehören das Schloss Johannisberg mit berühmten Weingutslagen, Kloster Marienthal und die Villa Monrepos mit parkähnlicher Anlage am Ortsausgang.
Landwirtschaftlich geprägt ist Geisenheim vor allem durch Wein‑ und Obstanbau, ergänzt durch den Standort der Hochschule und eine breite Palette an Handel, Gewerbe und Dienstleistungen. Die Stadt verfügt über gute Verkehrsanbindungen (Bundesstraße, Bahn) sowie lebendige Innenstadtinfrastruktur mit Läden, Gastronomie, Kino und Hallenbad und gilt als attraktiver Wohn- und Tourismusstandort im Rheingau.

Geisenheim

Kloster Marienthal
Die Rheingauer Riesling Route

... ist eine rund 70–120 km lange touristische Strecke durch den Rheingau, die überwiegend durch Weinberge und romantische Weinorte entlang des rechten Rheinufers führt.
Sie ist mit dem Symbol des „Rheingauer Römers“ (stilisiertes Weinglas mit grünem Stiel auf gelbem Grund) ausgeschildert und kann mit Auto, Rad oder zu Fuß erlebt werden.
Unterwegs kommt man an typischen Riesling-Lagen, Klöstern und Schlössern wie
Kloster Eberbach und Schloss Johannisberg vorbei und kann in Gutsschänken
und Straußwirtschaften einkehren.
Oestrich-Winkel
Die charmante Weinstadt im Herzen des Rheingaus liegt etwa 20 km westlich von Wiesbaden und entstand 1972 durch den Zusammenschluss der Ortsteile Oestrich, Mittelheim, Winkel und Hallgarten.
Die Stadt erstreckt sich über rund 6.000 Hektar, davon 17% Rebflächen und 66% Wald. Am Rheinufer gelegen, bietet sie atemberaubende Ausblicke auf Weinberge und Taunusberge bis etwa 619 m Höhe.
Mit etwa 12.000 Einwohnern ist Oestrich-Winkel die größte Weinstadt Hessens.
Bekannt für weltberühmte Weingüter wie Schloss Vollrads, eines der ältesten der Welt, beherbergt die Stadt rund 70 Weingüter und über 100 landwirtschaftliche Betriebe. Riesling-Weine dominieren hier das Rheingau-Klassik.
Highlights sind der historische Weinkran von 1745 am Rhein, die gotische Martinskirche in Oestrich, die Basilika St. Ägidius (10. Jh.) in Mittelheim und das „Graue Haus“ in Winkel – das älteste bewohnbare Steinhaus Deutschlands.
Geschichte
Das Wappen mit Wolfsangel und Sternen stammt aus dem 17. Jahrhundert. Goethe weilte im Brentano-Haus in Winkel. Die Stadt ist Fairtrade-Town und kinderfreundlich.

Kran Oestrich-Winkel
Der Rheingauer Klostersteig

... führt vom Kloster Eberbach über die Klöster (Schloss) Johannisberg, Marienthal,
Nothgottes und St. Hildegard in Eibingen bis zur Marienkirche in Rüdesheim-Aulhausen
sowie über vier besondere Ruhepunkte.

Kloster Marienthal
Eltville
Die älteste Stadt im Rheingau ist bekannt als Wein-, Sekt-, Rosen- und Nachhaltigkeitsstadt und liegt idyllisch am Rhein zwischen Rüdesheim und Wiesbaden, auf einer 90 Meter hohen Terrasse am Fuße des Rheingaus. Sie umfasst rund 18.000 Einwohner und die Ortsteile Eltville, Erbach, Hattenheim, Martinsthal sowie Rauenthal, die in den 1970er Jahren eingemeindet wurden.
Eltville erhielt 1332 von Kaiser Ludwig IV. die Stadtrechte und war Residenz der Mainzer Erzbischöfe mit der imposanten Burg als Wahrzeichen. Der historische Kern mit Fachwerkhäusern, Adelshöfen und Stadtmauerresten zeugt von über sieben Jahrhunderten baulicher Entwicklung.
Bekannte Attraktionen sind:
Kurfürstliche Burg mit Gutenberg-Museum.
Rheinufer mit Rosenanlagen und Weinschänken.
Traditionelle Wein- und Sektproduktion sowie Rosenzucht seit 1871.

Burg Eltville
Feste feiern

Im Rheingau finden das ganze Jahr über zahlreiche Weinfeste und Veranstaltungen statt,
die Weinverkostungen, Musik und regionale Spezialitäten verbinden.
Wichtige Weinfeste
- Rheingauer Schlemmerwochen: Ende April/Anfang Mai – Über 100 Winzer öffnen Gärten und Keller für Verkostungen.
- Rüdesheimer Weinfest (Summer of Riesling): Drittes Augustwochenende – Riesling-Party auf dem Marktplatz mit internationalem Publikum.
- Rheingauer Weinwoche in Wiesbaden: August – 10 Tage mit 1.000 Weinsorten auf 120 Ständen.
- Hallgarter Winzerfest: Erstes Augustwochenende – Kleines Fest auf dem Marktplatz mit lokalen Weinen.
- Morschbergfest: Mitte September – Panoramafest mitten in den Weinbergen.
Kulturelle Highlights
Im Rheingau gibt es eine Fülle kultureller Highlights wie Klöster, Burgen und Schlösser, die unabhängig von Weinfesten ganzjährig zugänglich sind und tiefe Einblicke in Geschichte und Architektur bieten. Diese Orte prägen die UNESCO-Welterbe-Region Oberes Mittelrheintal und laden zu ruhigen Erkundungen ein.
Klöster und Abteien
Kloster Eberbach bei Eltville, gegründet 1136, beeindruckt mit romanischer Basilika, gotischen Gebäuden und barocken Sälen – ideal für geführte Touren ohne Festgetümmel. Die Abtei St. Hildegard bei Rüdesheim folgt den Regeln der Hildegard von Bingen mit Blick über Weinberge und Rhein. Weitere Perlen sind Kloster Marienthal, Gottesthal und Tiefenthal als Exerzitienhäuser.
Burgen und Schlösser
Schloss Vollrads in Oestrich-Winkel, umgeben von Rebflächen, bietet mit seinem 14. Jh. Burgturm und Teich eine märchenhafte Atmosphäre. Schloss Johannisberg in Geisenheim, Geburtsstätte der Spätlese, hat Kellerführungen und den „Goetheblick“. Burg Ehrenfels und Schloss Schönborn runden das Panorama ab.
Weitere Highlights
Das Brentanohaus in Winkel, wo Goethe weilte, und der Oestricher Kran als technisches Denkmal laden zu Spaziergängen ein. In Lorch thront die St.-Martins-Kirche mit 800-jährigem Chorgestühl und Schnitzaltar. Die hohe Dichte an Sakralbauten macht den Rheingau zu einem Paradies für Kulturinteressierte.





